Heute: Das Einkaufsverhalten der Frau
Die Frau als Sammlerin
Diesem Moment sehnten die Frauen zu steinlicher Zeit alltäglich entgegen: Die Männer verabschieden sich zu ihrem Jagdzug. Jetzt konnten sich die Frauen ganz ihrer Passion hingeben. Zu kleinen Gruppen zusammengeschlossen durchstreiften sie die umliegenden Felder und Wälder um alles, was ihnen in die Finger fiel, zu begutachten und bei Gefallen (oder zumindest einem vermuteten Interesse) einzusammeln.

An diesem Verhalten hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert. Erwägt eine Frau »Shoppen zu gehen«, so kann der Rest des Tages definitiv als verplant angesehen werden. Ab diesem Moment beginnt auch schon die Odyssee einer Gruppe Frauen durch die Kaufhäuser und Boutiquen, bei der schnell der eigentliche Grund des Einkaufs vergessen wird. Es wird von Regal zu Regal gewechselt, angeschaut, aufgeladen und mit mindestens zwanzig Kleidungsstücken verschwindet frau in der Umkleide zur Anprobe.
Nach geschätzten dreihundert Kilometern Fußmarsch und mit dutzenden sperrigen Einkauftüten beladen wird dann der Heimweg angetreten um die Ausbeute des Tages zu sortieren. Hierbei wird unterschieden zwischen: Gefällt mir nicht, wird umgetauscht – kommt erst einmal in den Schrank, ziehe ich vielleicht »später« an – und gelegentlich passiert es auch bei ein oder zwei Teilen, dass sie mit dem Prädikat »Wann hab ich das denn gekauft, das ist aber schön« versehen werden.
Letzendlich hat sie aber auch diesmal wieder nicht das gefunden, was sie gesucht hat.
Teil 1: Das Einkaufsverhalten der Mannes









